Elke Hoff -

Donnerstag, 9. September 2010  zurück Seite weiterempfehlen Druckversion

Brief aus Berlin

Beitrag für mehr Sicherheit leisten

Elke Hoff (FDP) hat "viel über die Welt gelernt"

KREIS NEUWIED. Die Rhein-Zeitung lädt Bundestagsabgeordnete aus dem Wahlkreis Neuwied-Altenkirchen ein, ihren Wählern in regelmäßigen Abständen in einem "Brief aus Berlin" Einblick in den politischen Alltag der Bundeshauptstadt zu gewähren. Heute schreibt die Abgeordnete Elke Hoff (FDP):

"Tempus fugit - Die Zeit flieht". So ähnlich wie im römischen Sprichwort ergeht es mir gerade, da dies mein vorletzter "Brief aus Berlin" in dieser Legislaturperiode ist. Meinen ersten "Brief aus Berlin" habe ich auf Einladung der Rhein-Zeitung am 29. November 2005 geschrieben. In meinen fast vier Jahren als Abgeordnete des Bundestages habe ich viel über Deutschland, aber auch über die Welt lernen dürfen. Als abrüstungspolitische Sprecherin der FDP-Bundesfraktion und Mitglied im Verteidigungsausschuss sowie im Auswärtigen Ausschuss musste ich mich fast täglich mit den vielen bewaffneten Konflikten weltweit befassen. Diese Arbeit führte mich in Länder wie Afghanistan, Pakistan, Irak und Iran, den Kongo oder Israel. Die Begegnungen mit den Politikern und Menschen dort haben mich stark geprägt, und ich bin manches Mal mit schwerem Herzen wieder nach Hause zurückgekehrt.

Wir leben im Vergleich zu mehr als 80 Prozent der Welt in einem Paradies, auch wenn wir mit unseren täglichen Problemen häufig genug schmerzhaft konfrontiert werden. Aber wir haben es geschafft, in einer stabilen Demokratie auf friedliche Art und Weise nach Lösungen zu suchen und diese auch zu finden. Dazu tragen unsere starken demokratischen Institutionen bei, um die viele andere Länder auf der Suche nach Gerechtigkeit und Wohlstand oft vergeblich ringen und um die wir weltweit beneidet werden.

Durch diese persönlichen Erfahrungen, die ich dank meines Mandates machen durfte, bin ich auf mein Land stolzer als je zuvor, und ich empfinde es als meine persönliche Pflicht, zum Erhalt unserer Demokratie mit ganzer Kraft beizutragen.

Ich möchte natürlich auch in Zukunft daran mitwirken, dass unsere Welt sicherer und friedlicher wird. Auch wenn sich die deutsche Politik meistens mit inneren Themen wie Steuern, Wirtschaft und Bildung befasst, kann dies nur geschehen, weil wir die Freiheit und Sicherheit haben, nach den besten Lösungen zu suchen, kontrovers und offen.

In Afghanistan versucht die Weltgemeinschaft zurzeit, diese Sicherheit für die Menschen herzustellen. Was für uns nach über 60 Jahre zu einer Selbstverständlichkeit geworden ist, darum wird in vielen anderen Ländern gekämpft, leider häufig genug mit Waffengewalt. Deshalb wird das Thema "Abrüstung" immer wichtiger, und der amerikanische Präsident hat nicht umsonst dieses Thema ganz oben auf seine Tagesordnung gesetzt. Ich möchte ihn auch aus meinem Wahlkreis heraus dabei nach Kräften unterstützen.

Rhein-Zeitung - Ausgabe Asbach, Linz, Unkel vom 26.05.2009, Seite 21.

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