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40 Jahre Freiburger Thesen: Elke Hoff in Rheinbreitbach

40 Jahre ist es nun her: Damals formulierten führende liberale Köpfe die Freiburger Thesen der FDP. Anlass genug für den FDP-Ortsverein Rheinbreitbach am Freitag, den 18.11.2011, im Rahmen einer Veranstaltung an das Freiburger Programm zu erinnern. Die FDP, das wird heute gerne vergessen, war damit die erste deutsche Partei, die in ihrem Programm umweltpolitische Zielsetzungen formulierte. Auf Einladung des Kreisvorsitzenden Jochen Koop waren die sicherheitspolitische Sprecherin der FDP-Bundestagsfraktion Elke Hoff, der ehemalige Bundesinnenminister Gerhart Baum sowie der erste Abteilungsleiter für Umweltschutz im Innenministerium Peter Menke-Glückert nach Rheinbreitbach gekommen.

Während Elke Hoff als Moderatorin die lebhafte Podiumsdiskussion leitete, erinnerte Gerhart Baum daran, dass die FDP trotz der Freiburger Thesen leider die Chance verschenkt habe, dieses Thema weiter auszubauen und zu besetzen. Peter Menke-Glückert unterstrich die Verantwortung aller Menschen für unseren Planeten. Mit einer symbolischen Baumpflanzung untermauerten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer ihr Bekenntnis zu Natur- und Umweltschutz.

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Elke Hoff trifft ihre ''Patenkinder''

"Brötchen sind neu für mich aber lecker!"

Kreis Altenkirchen. Es war ein sehr herzliches und offenes Treffen in lockerer Atmosphäre. Die FDP-Bundestagsabgeordnete Elke Hoff hat ihre beiden diesjährigen "Patenkinder" aus den USA kennen gelernt: die 18-jährige Madeline Barrow aus der Großstadt Charlotte in North Carolina und den 17-jährigen Aleksander Wilms aus dem ländlichen Orange County in Virginia. Sie leben auf Einladung des Parlamentarischen Patenschafts-Programms (PPP) des Deutschen Bundestages ein Jahr in Gastfamilien im Kreis Altenkirchen, und Elke Hoff hat - wie in den Vorjahren - gerne die Patenschaft für sie übernommen.

Beide Gäste fühlen sich in Deutschland sehr wohl. Madeline Barrow lebt bei der Familie von Sophia und Gundolf Janz in Freusburg und besucht das Freiherr-von-Stein-Gymnasium in Betzdorf. Aleksander Wilms hat es bei Roswitha und Andreas Klees in Daaden sehr gut angetroffen und geht auf die Berufsbildende Schule in Betzdorf-Kirchen. Beide haben sich sehr schnell eingelebt, haben Unterschiede aber auch Gemeinsamkeiten zwischen Deutschland und den USA entdeckt. Madeline Barrow beispielsweise findet den Alltag in beiden Ländern ähnlich, Kleinigkeiten machten den Unterschied aus. Ein Beispiel nannte Aleksander Wilms: "Brötchen sind neu für mich, aber sie sind lecker!" Madeline Barrow spielt Trompete in zwei Musikvereinen und genießt die kleinen und größeren Dorffeste. Sie ist richtig in das dörfliche Leben eingetaucht, das ihre Erwartungen an Deutschland vollkommen erfüllt hat. "Zu Hause in Amerika ist der Tag viel weniger strukturiert", erzählte sie. Interessant ist für Madeline auch die Erfahrung, in ihrer Gastfamilie mit Simon einen jüngeren Gastbruder zu haben, mit dem sie sich aber ausgezeichnet versteht.

Wie Madeline hatte auch Aleksander keine Probleme, in der Schule Anschluss zu finden. Er fühlt sich gut aufgenommen von den Mitschülern, was er aber vermisst, ist die Lasagne seiner Mutter und den täglichen Sportunterricht. Das Thema Sport löste bei allen Teilnehmern der Gesprächsrunde eine lebhafte Diskussion aus, und so landete man beim Thema Baseball. Die FDP-Politikerin bat die beiden Gastschüler ihr die Regeln des Baseballs zu erklären. Madeline Barrows Antwort: "Das Wichtigste am Baseball sind der Hot Dog und schönes Wetter!"

Es wurde viel gelacht und gescherzt bei dem Treffen an der Berufsbildenden Schule in Betzdorf-Kirchen. Roswitha Klees, die bereits zahlreiche Gastschüler aus den USA bei sich aufgenommen hatte, vergaß nicht, sich bei den Schulleitern Manfred Weber (Freiherr-vom-Stein-Gymnasium) und Gerhard Huke (Berufsbildende Schule), die beide wie die Gasteltern und einige Lehrer an dem Treffen teilnahmen, für die Unterstützung zu danken: "Würden wir hier keine Schulen finden, könnten wir die Schüler nicht unterbringen."

Beide Amerikaner können sich gut vorstellen, später nach Deutschland zurückzukehren. Doch jetzt genießen sie erst einmal ihre restlichen Monate bei ihren Gastfamilien im Kreis Altenkirchen. Im Juni geht's wieder zurück in ihre Heimat.

Weitere Informationen über das Austauschprogramm im Internet: www.experiment-ev.de

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Elke Hoff bei der FDP in Mayen

Elke Hoff besuchte am 17. September den Stadtverband der FDP in Mayen, die zu einer Veranstaltung über die Auslandseinsätze der Bundeswehr eingeladen hatten. Die Veranstaltung im Restaurant Berti war gut besucht. An den Vortrag von Elke Hoff über Deutschlands Verantwortung in Krisenregionen schloss sich eine lebhafte Diskussion an.

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Besuch auf dem Wiesenhof

Wie kommt die Milch in den Kühlschrank? Eine beliebte Frage bei Kindern, die auf dem Wiesenhof in Maxsain bei der Familie Aller beantwortet werden kann. Auf dem ca. 200 ha großen Gut im Westerwald können Schulklassen den Umgang mit Tieren und Natur erleben und erlernen. Aber auch Sorgen plagen die Milchbauern in Deutschland. Diese wurden in bei einem Besuch der FDP-Bundestagsabgeordneten Elke Hoff auf dem Bauernhof klar zum Ausdruck gebracht.
Die Politik der Bundesregierung auf dem Milchgipfel 2008 ist national und europäisch gescheitert, sagte die Kandidatin zur Bundestagswahl 2009. Auch habe die Milchquote als Steuerungssystem in der Vergangenheit versagt. Zukünftig müssten die Wettbewerbschancen der deutschen Bauern durch den Abbau von Hindernissen wie dem Argradiesel und überflüssiger Bürokratie verbessert werden, äußerte Hoff zum Abschluss ihres Besuches und versprach, sich gemeinsam mit der FDP für eine Entlastung der Milchbauern im nächsten Bundestag weiterhin einsetzen zu wollen.


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Elke Hoff besucht das Unternehmen Haus Rabenhorst in Unkel am Rhein

Seit über 200 Jahren existiert das Unternehmen Haus Rabenhorst in Unkel am Rhein und ist für die Erzeugung von erstklassigen Säften weltweit bekannt. Grund genug für die FDP-Bundestagsabgeordnete und Direktkandidatin Elke Hoff, dem traditionsreichen Hersteller von "Rotbäckchen" einen Besuch mit den liberalen Ratsmitgliedern vor Ort abzustatten.

Interessantes war beim Rundgang durch das Haus zu erfahren, unter anderem, dass ca. 9 Millionen Liter Direktsaft jährlich vor Ort hergestellt und vertrieben werden. Nach einem Betriebsrundgang wurde intensiv über die EU-Gesetzgebung, den Bahnlärm, die Steuern- und Abgabenpolitik sowie Verbraucherstandards diskutiert.

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Gemeinsamer Besuch mit Rainer Brüderle bei der Firma meta in Rengsdorf

Am 7. August 2009 habe ich gemeinsam mit Rainer Brüderle, FDP-Landesvorsitzender, und Dr. Jochen Koop, Vorsitzender des FDP-Ortsverbandes, einen Besuch bei der Firma meta Trennwandanlagen GmbH & Co. KG in Rengsdorf durchgeführt. Der meta-Geschäftsführer Uwe Weidemann erläuterte dabei die Innovationsfähigkeit seines mittelständischen Unternehmens, das weltweit zu einem der führenden Unternehmen im Bereich von Trennwänden, Schränken, Waschtischen und Bänke zählt.

Wir konnten durch unseren Besuch viel Wissenswertes über die Stärken und die Leistungsfähigkeit des Mittelstandes in einem Wahlkreis erfahren und wie wichtig es gerade für den Mittelstand ist, wenn in Zukunft wieder mehr liberale Handschrift in der Regierung zu sehen ist.

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Liberales Kochen

"Kein Fleisch, wenn möglich!"

FDP-Kreisverband Mayen-Koblenz hatte zu einem gelungenen Abend eingeladen

Als Gastköchin nahm die FDP-Bundestagsabgeordnete Elke Hoff am dritten "Liberalen Kochen" des FDP-Kreisverbandes Mayen-Koblenz teil. "Kein Fleisch, wenn möglich!", war die Bitte der Politikerin - und diese Herausforderung nahmen die Liberalen nur allzu gerne an.

Elke Hoff zeigte sich begeistert von der schönen Atmosphäre im Landgasthaus Silberdistel in Rieden. Gemeinsam mit Torsten Rissmann aus Plaidt bereitete Elke Hoff an diesem Abend die Vorspeise vor: Forellenrahmsüppchen.

Dass ihr am Herd so schnell keiner etwas vormacht, konnte man gleich erkennen: Beherzt wies sie die Männer in ihre Schranken und verteidigte ihren Topf mit großer Vehemenz.

So engagiert kennt man Elke Hoff auch im politischen Alltag. Unermüdlich reist sie zu den Standorten der Bundeswehr im Inland und besucht die Soldaten während ihrer Auslandseinsätze. "7000 Soldatinnen und Soldaten sind derzeit im Einsatz in Krisenregionen. Ich empfinde es nicht nur als eine Aufgabe, sondern es ist mir ein Bedürfnis, mich um die Anliegen derjenigen zu kümmern, die täglich ihr Leben für uns einsetzen", betonte die Abgeordnete, die Mitglied des Verteidigungsausschusses des Deutschen Bundestages ist. "Die Bundeswehr hat einen guten Ruf: 89 Prozent der Bürgerinnen und Bürger vertrauen der Bundeswehr. Jeden Tag aufs Neue müssen wir den Auftrag der Bundeswehr bewerten und uns fragen, welchen politischen Auftrag sie hat. Insbesondere dann, wenn Soldatinnen oder Soldaten fallen, müssen wir neu prüfen - Routine gibt es hier nicht. Die FDP ist versiert, sie steht seit Jahrzehnten für eine stabile und gute Außenpolitik", sagte Elke Hoff.

Nach dem politischen Exkurs wieder zurück zum Kochen: Den Zwischengang, Frühlingssalat mit gerösteten Pinienkernen, übernahm Guido Müller aus Andernach. Jutta Schützdeller aus Mendig kochte gemeinsam mit dem Kreisvorsitzenden der FDP Mayen-Koblenz, Oliver Engels aus Plaidt, das Hauptgericht: Zanderfilet auf Tellerlinsen mit Blattspinat. Oliver Kirsch aus Neuwied krönte den Abend mit seinen Crepes Suzette. Ein rundum gelungener liberaler Kochabend, an dem wichtige politische Themen nicht fehlen durften, ging viel zu schnell zu Ende...

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EU-Projekttag

Interessante Diskussionen über die EU

Elke Hoff in intensiven Diskussionen mit Schülerinnen und Schülern

Zum dritten Mal in Folge nahm die FDP-Bundestagsabgeordnete Elke Hoff am EU-Projekttag des Deutschen Bundestages teil. Ziel der Veranstaltung ist es, jungen Menschen den Gedanken, die Inhalte und die Aufgaben der Europäischen Union näher zu bringen. Elke Hoff besuchte in diesem Jahr aufgrund des großen Interesses vonseiten der Schulen im Kreis Neuwied gleich zwei Schulen: die Ludwig-Erhard-Schule und das Werner-Heisenberg-Gymnasium.

Elke Hoff zeigte sich sehr angetan von der Diskussion mit circa 70 Schülerinnen und Schülern der Jahrgangsstufe 12 der Ludwig-Erhard-Schule, bei der vielfältige Aspekte und auch Probleme der Europäischen Union zur Sprache kamen. Am Werner-Heisenberg-Gymnasium nahm die FDP-Politikerin an der Auswertung eines EU-Planspiels der Schüler der Klasse 10e zum Thema "EU-Beitritt der Türkei" teil. Je ein Schüler vertrat einen EU-Mitgliedsstaat, drei Schüler die EU-Kommission. Intensiv erläuterten die Jugendlichen das Für und Wider eines EU-Beitritts der Türkei. Elke Hoff war begeistert von der Realitätsnähe des Planspiels. Und die Schüler freuten sich sehr darüber, dass die Bundestagsabgeordnete ihnen aufmerksam zuhörte, angeregt mit ihnen diskutierte und nicht, wie sie es ausdrückten, "nur ihre Reden hielt".

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Aktuelle Meldungen

Agrarkongress der FDP-Bundestagfraktion in Kiel

Christel Happach-Kasan Am 20.02.2012 führte die FDP-Bundestagsfraktion auf Initiative von Dr. Christel Happach-Kasan in Kiel einen agrarpolitischen Kongress für Landwirte und interessierte Bürger unter dem Titel „Zukunftschancen für die unternehmerische Landwirtschaft“ durch. Auf diesem dritten Kieler Agrarkongress der FDP  referierten und diskutierten hochrangige Wissenschaftler und Vertreter aus der Praxis.

Dr. Christel Happach-Kasan begrüßte die zahlreich erschienen Gäste, stellte die Referenten vor und führte in die aktuellen agrarpolitischen Themen ein. Die politischen Rahmenbedingungen der Landwirtschaft würden bestimmt durch die Europäische Agrarpolitik wie auch die mit dem Erneuerbaren Energiengesetz realisierte Förderung der energetischen Nutzung von Biomasse, so Happach-Kasan. Beide Instrumente müssten der Anforderung genügen, der Landwirtschaft geeignete Rahmenbedingungen für die Herausforderungen der Zukunft zu geben. Vor allem Ernährungssicherung und die Bereitstellung von Biomasse für die rohstoffliche und energetische Nutzung bei Beachtung der Nachhaltigkeitskriterien stünden dabei im Zentrum. Es müssten Lösungen gefunden werden für Konflikte, die sich aus der Flächenkonkurrenz ergeben, so die FDP-Expertin. Die FDP sei technologieoffen und strebe eine wissenschaftsorientierte Politik an. Leitbild sei die unternehmerische Landwirtschaft. Diese brauche "gestalterische Freiräume, um standortgerecht und Ressourcen schonend zu wirtschaften", hob Happach-Kasan hervor.

Günther Hildebrand, agrarpolitischer Sprecher der FDP-Landtagsfraktion, zeigte in Vertretung des Fraktionsvorsitzenden Wolfgang Kubicki in seinem Grußwort einen weiteren Gegensatz auf: Der Markt für landwirtschaftliche Produkte sei globalisiert, die Verbraucherinnen und Verbraucher wünschten sich jedoch regionalen Produkte. Beide Themen seien Chancen und Herausforderungen für den Landwirt, in die sich die Politik nicht einmischen sollte.


Landwirtschaft vor globalen Herausforderungen


Professor Schmitz stellte in seinem ausführlichen Eingangsreferat anschaulich dar, dass die globalen Herausforderungen an die Landwirtschaft, weltweiten Hunger zu stillen und die Nachfrage an Agrarrohstoffe zu befriedigen, nur zu bewältigen seien, wenn:

  • faire Wettbewerbsbedingungen für alle Landwirte am globalen Markt herrschen,
  • die moderne Landwirtschaft nicht stigmatisiert wird, sondern die Gesellschaft offen gegenüber neuen Technologien ist,
  • die europäische Agrarpolitik entbürokratisiert wird, 
  • Intensivlandwirtschaft und Ökolandbau standortangepasst betrieben werden und eine nachhaltige Produktionssteigerung gelingt, 
  • in Entwicklungsländern gute Regierungsführung herrscht, Bildung und Ausbildung sowie der Technologietransfer verbessert werden.

Johannes Thomsen, Berater für Rinderhaltung an der der Landwirtschaftskammer ging auf die besondere Bedeutung der Rinderhaltung in Schleswig-Holstein ein, von der 45% der Wertschöpfung der Landwirtschaft in S-H erbracht werden. Die Milchleistung der Kühe wurde ebenso gesteigert wie die Milchproduktion pro Hektar Futterfläche, so Thomsen.

Auch Werner Schwarz, Präsident des Landesbauernverbandes stellte heraus, dass schleswig-holsteinische Landwirte auf Wachstum setzten. Die günstigen klimatischen Bedingungen, die hohen Ertragspotentiale sowie eine gute Futtereffizienz in der Tierhaltung böten eine ideale Grundlage für eine erfolgreiche Landwirtschaft. Er stellte heraus, dass die Ertragsregion Deutschland global dringend gebraucht werde. Deutschland sei zwar nach den Niederlanden drittgrößter Exporteur von Lebensmitteln aber dennoch Nettoimportland.  

Gentechnik hält Einzug in viele Lebensbereiche


Michael Goldmann, Britta Reimers und Christel Happach-Kasan Michael Goldmann, Britta Reimers und Christel Happach-Kasan In der anschließenden Podiumsdiskussion führte Britta Reimers, Mitglied des Europaparlamentes, auf die Frage nach so genannten gentechnikfreien Regionen aus, dass eine solche Deklaration unmöglich sei, da die Gentechnik bereits in vielen Bereichen des täglichen Lebens Einzug gehalten habe, so z.B. als Baumwolle in unseren Euroscheinen. Professor Schmitz hielt eine solche politische Festlegung für verfassungsrechtlich bedenklich, da es die freie Berufsausübung der Landwirte einschränke.

Ein weiteres, umstrittenes Thema war die Kofinanzierung von Programmen aus der sog. II. Säule der Gemeinsamen Agrarpolitik. Gerade Länder, welche eine Haushaltskonsolidierung beschlossen haben, wie Schleswig-Holstein können die Kofinanzierung nicht immer aufbringen. Die FDP fordert auf nationaler und europäischer Ebene, dass die Kofinanzierung auch von Stiftungen oder aus dem Kreditwesen generiert werden kann.

Den zweiten Teil des Kongresses eröffnete der Vorsitzende des Ausschusses für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz, Hans-Michael Goldmann. Er schlug einen Bogen von den Ansprüchen der Gesellschaft an die Landwirtschaft insbesondere an die Tierhaltung über die Gemeinsame Agrarpolitik bis hin zum kundigen Verbraucher. Leistungen, die die Gesellschaft von der Landwirtschaft fordert, müssten auch bezahlt werden, hob der Liberale hervor.

Sinnvolle Biomassenutzung mit Blick auf CO2-Emissionen


Günther Hildebrand, agrarpolitischer Sprecher der FDP-Landtagsfraktion Günther Hildebrand, agrarpolitischer Sprecher der FDP-Landtagsfraktion Die Impulsreferate des zweiten Teils widmeten sich der Erzeugung und Nutzung von Energie aus Biomasse. Professor Dr. Gernot Klepper vom Institut für Weltwirtschaft in Kiel stellte die Potentiale für Bioenergie weltweit dar. Bisher habe die Verfeuerung von Holz den größten Anteil an der Bioenergienutzung. Wesentliches Ziel der energetischen Biomassenutzung sei die Minderung der CO2-Emissionen. Deshalb müsse das Kriterium CO2-Minderung entscheidenden Einfluss auf die Förderung haben. Dies sei zurzeit nicht der Fall, kritisierte er. Die Szenarien, wie viel Fläche für die Erzeugung von Agrarrohstoffen zur Verfügung stünden, hätten eine große Bandbreite, die unter anderem vom Bevölkerungswachstum wie auch dem Fleischkonsum in Schwellenländern abhänge. Klepper wies darauf hin, dass vor dem 1. Weltkrieg ein Drittel der Ackerfläche in Deutschland für Futter für Zugtiere genutzt wurde.

Professor Dr. Friedhelm Taube, Christian-Albrecht-Universität Kiel, ging auf die Biogaserzeugung in Schleswig-Holstein ein. Mehr als ein Drittel des angebauten Mais in Schleswig-Holstein würde in Biogasanlagen genutzt werden. Er plädierte für eine Landnutzung, die sich an den spezifischen Standorteigenschaften orientiert. Moorige Standorte setzten z. B. bei ackerbaulicher Nutzung Emissionen frei. Professor Taube fordert eine kohärentere Politik, um höchste Ökoeffizienz zu erreichen, das Erneuerbare Energiegesetz, die Cross-Compliance-Bestimmungen und die Programme aus der II. Säule der Gemeinsamen Agrarpolitik müssten aufeinander abgestimmt werden. Außerdem müsse sichergestellt werden, dass durch gute Wärmekonzepte die Biomasse effizienter als bisher genutzt wird.

Professor Dr. Klaus Dierssen, Institut für Ökosystemforschung der Christian-Albrecht-Universität Kiel, führte zu den Ansprüchen des Naturschutzes an die Produktion von Biomasse zur energetischen Nutzung aus. Er forderte ein Handeln nach dem Verursacherprinzip, denn umweltschonendes Wirtschaften müsse preiswerter sein als umweltbelastendes.

Wissenschaftliche Forschung besser berücksichtigen


Diskussionsrunde beim Agrarkongress der FDP-Fraktion Diskussionsrunde beim Agrarkongress der FDP-Fraktion In der Abschlussdiskussion führte Dr. Christel Happach-Kasan aus, dass es für die Politik eine enorme Herausforderung darstelle, im Erneuerbare Energiengesetz (EEG) die Einspeisevergütung so zu gestalten, dass die Landwirte, die ihr Einkommen am Markt erwirt-schaften, eine faire Chance gegenüber den Landwirten erhalten, die ihr Einkommen durch die politisch festgesetzte Einspeisevergütung erwirtschaften. Die Runde war sich einig, dass die Wissenschaft teilweise erhebliche Schwierigkeiten hat, ihre Erkenntnisse der Bevölkerung sowie den Medien und der Politik gegenüber darzustellen und eine Berücksichtigung ihrer Erkenntnisse bei politischen Entscheidungen aber auch beim Verbraucherverhalten zu erwirken. Hier bestehe deutlicher Verbesserungsbedarf.  

Günther Hildebrand lobte in seinem Schlusswort, dass der Kongress zahlreiche Denkanstöße gegeben haben, die jetzt in politisches Handeln umgesetzt werden müssen.

 

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